Sonntag, 22. Februar 2015

Ordnung stiften

Das Schreiben fällt mir zurzeit schwer, darum ist das kurze Märchen, an dem ich aktuell arbeite, immer noch nicht fertig. Zumindest habe ich die Zeit heute sinnvoll genutzt. Ordnung stiften tut gut.

Für einen alleine lebenden Mann Mitte 30 bin ich recht ordentlich. Ich bekomme es schon seit Jahren hin, einmal in der Woche Staub zu saugen, Staub zu wischen und aufzuräumen. Geschirr spüle ich sogar beinahe täglich und meine Küche ist immer in Schuss, dafür sorgt der Koch in mir.

Etwas anders ist es jedoch mit meiner Büroablage, hier bin ich weniger gewissenhaft. Der Tod meines Vaters im Oktober vergangenen Jahres hat diesen Trend noch verstärkt. Woher ich das weiß? Ganz einfach, weil ich mich heute endlich aufgerafft habe, meinen Papierkram in Ordnung zu bringen. Beim Aufräumen des E-Mail-Eingangs ist mir aufgefallen, dass hier seit dem Oktober nicht mehr für Ordnung gesorgt wurde. Tatsächlich habe ich heute lediglich den elektronischen Papierkram geschafft. Der Stapel Briefe auf meinem Schreibtisch ist dann morgen dran.

Aufräumen ist ein gutes Gefühl. Man wirft die Dinge Weg, die man nicht mehr braucht, und die Dinge, die man behalten will, bekommen ihren Platz. Am Ende liegt nichts mehr herum und es ist wieder Raum da, um neue Dinge in sein Leben zu lassen. Das gilt für den Schreibtisch, die Wohnung und auch für die Seele. Morgen räume ich weiter auf…

Kommentare:

  1. Gute Idee, lieber Pirandîl... Ordnung machen und Ballast abwerfen macht die Seele leichter! Leider funktioniert das bei mir nicht immer. Manchmal fehlt mir beim Aufräumen einfach die Übersicht. Dann verzettele ich mich und nachher ist alles noch chaotischer als davor. Deshalb versuche ich so gut es geht, immer alles gleich an seinen Platz zu legen, sonst würde ich irgendwann im Chaos versinken.
    Liebe Grüße von Felina, die's mit dem Papierkram auch nicht so hat.

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    1. Hey Felina, in der "Immer-Alles-Gleich-An-Seinen-Platz-Legen"-Disziplin bin ich auch nicht schlecht, auch wenn ich manchmal etwas merkwürdige Plätze für die Dinge finde ;) Ich wünsche Dir insgesamt, dass die Zeiten besser werden – und ein bisschen kreatives Chaos ist manchmal auch nicht schlecht, oder? :)

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  2. Lieber Pirandîl,
    wirklich eine ausgezeichnete Idee, auch wenn du sowieso sehr ordentlich zu sein scheinst :)
    Hast du denn den Kopf bei der Sortieraktion auch etwas frei bekommen können?

    Ich würde sehr gerne mehr über deine berufliche Laufbahn erfahren, wenn du etwas davon preisgeben magst. Wie bist du denn zum Kochen gekommen und wie zum Journalismus? Bereust du es manchmal, nicht den ganz geraden Weg genommen zu haben oder siehst du darin eher einen Vorteil? Bei mir ist zur Zeit auch einiges im Umbruch, mich würden deine Erfahrungen interessieren.

    Liebe Grüße, Anna.

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    1. Hallo Anna,

      beim Aufräumen kriege ich fast immer den Kopf etwas frei, mal mehr, mal weniger. Diesmal hat es mir tatsächlich sehr geholfen. Was Deine Bitte/Frage betrifft, ich erzähle Dir gerne mehr dazu, auch wenn ich nicht sicher bin, ob gerade meine Antwort hilfreich für Dich sein kann. Du erhältst meine Antwort demnächst hier in diesem Blog.

      Liebe Grüße, Pirandîl

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  3. Ich finde dein Eintrag hat etwas irgendwie hoffnungsvolles, und ich klaue mir ein wenig deiner Hoffnung. Auch wenn ich nicht gefragt habe, danke ich dir nun, ich bin gerne hier, und oftmals leadst du mich durch deine Worte auf gewisse Weise auf.
    Ich wuensche dir alles Gute, deine Joy

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    1. Hallo Joy, vielen Dank für diesen wunderschönen Kommentar. Ich betrachte es als großes Kompliment, dass mein Blog ab und an diese Wirkung auf Dich hat.

      Ich wünsche auch Dir alles Gute, Pirandîl

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